An diesem Wochenende ist am bayrischen Sushi-Himmel ein neuer Stern aufgegangen, denn im Hotel Bachmair Weissach in Rottach-Egern gibt es das erste japanische Gourmet-Restaurant außerhalb von München.
Korbinian Kohler ist etwas gelungen, was bisher nur ganz wenige Hoteliers geschafft haben: Direkt aus Japan konnte er mit Mitsutoshi Sugiyama einen erstklassigen japanischen Koch für das Restaurant MIZU Sushi-Bar gewinnen. Der 53-jährige Koch betrieb zuvor ein Kaiseki-Restaurant in Fujinomiya, einer Gegend am Fuße des Bergs Fuji und landschaftlich dem Bergidyll am Tegernsee nicht unähnlich. Als junger Koch war Sugiyama übrigens bereits für einige Jahre in Düsseldorf und in der Schweiz.
Am offenen Sushi-Tresen kreiert Sugiyama eine große Variation an Sushi-Spezialitäten auf hohem Niveau und verwendet dabei neben klassischen Fischsorten auch Regenbogenforellen (Nijimasu), gebeizten Saibling und Rinderfilet. Die umfangreiche Vorspeisenkarte bietet beispielsweise Tartar vom Thunfisch und Rind, beides bei meinem ersten Test ganz vorzüglich. Wer es nicht ganz roh liebt, dem empfehle ich die außen leicht angebratenen Tataki-Varianten. Die Gerichte im MIZU genießt man am Tisch gemeinsam im „Sharing-Konzept“, wie ich es in Japan mit Kollegen vorwiegend in Izakayas sehr zu schätzen lernte, da man dadurch viele verschiedene Gerichte probieren kann und es auch wesentlich kommunikativer ist. Zum Schluss sollte man unbedingt auch den ausgezeichneten mit Matcha verfeinerten Käsekuchen als Dessert genießen.
Die Inneneinrichtung des Restaurants wurde zusammen mit der Interieur-Designerin Nora Witzigmann entworfen und verbindet in idealer Weise japanische Stilelemente mit regionalem Flair. Insbesondere haben mir die edlen Holzoberflächen aus Pflaumenholz sehr gefallen. Auf der Außenterrasse genießt man an lauen Sommerabenden die Ruhe und das Rauschen des nahen Wildbachs. Damit schließt sich übrigens der Bogen zum Namen des Restaurants, denn „MIZU“ heißt übersetzt Wasser.
Apropos Wasser – neben dem Restaurant gibt es auch die MIZU-Bar, doch sollte man hier definitiv kein Wasser sondern einen von David Barth kreierten Signatur-Cocktails bestellen. Unter den asiatischen inspirierten Drinks sagte mir der Sake Gimlet (Sake, Limette, Ingwer und Zucker) sehr zu. Die sehr umfangreiche Barkarte bietet für alle Geschmäcker etwas und natürlich findet sich dort neben den Klassikern auch japanischer Whisky und Sake. Jeden Freitag legt ein DJ auf und Jazzfreunde kommen immer samstags auf ihre Kosten.
Das Restaurant hat täglich außer Dienstag ab 18 Uhr geöffnet und die Bar schließt gegen 1 Uhr. Daher bietet sich natürlich geradezu an, nach einem gelungenen Abend im Hotel Bachmair Weissach zu übernachten. Am nächsten Morgen erwartet die Gäste das Frühstückbuffet auch in den neuen Räumlichkeiten der MIZU Sushi-Bar. In einem meiner nächsten Blogbeträge werde ich etwas mehr über das Hotel berichten, das wie das Park Hotel Tokyo und Louis Hotel in München Mitglied bei Design Hotels ist.

Japan-in-Muenchen-Restaurant MIZU (c) Bachmair Weissach-Sugiyama

Mitsutoshi Sugiyama bei der Sushi-Zubereitung

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Sushi-Variationen und Tataki-Röllchen

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Nigiri-Sushi

Japan-in-Muenchen-Restaurant MIZU (c) Bachmair Weissach

Mariniertes Ribeye Steak mit Knoblauchchips

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Interieur-Design von Nora Witzigmann

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Innenansicht mit der neuen offenen Show-Küche

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Außenbereich am Wildbach

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Eingang zum Restaurant

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Reichhaltiges Frühstück mit Blick auf Bonsaibäume

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