„A woman’s work is never done“ – damit betitelte Doris Dörrie das Butoh-Tanzstück für dessen Choreografie sie die begnadete Tänzerin Aya Irizuki aus Japan nach München holte. Aya Irizuki ist regelmäßigen Kinogängern bekannt durch ihre Rolle der Yu im Film „Kirschblüten – Hanami“ (2007), außerdem spielte sie in „Grüße aus Fukushima“ (2016) die Tochter der Hauptdarstellerin Satomi. Nach ihre Butoh-Solostücken wie „Swimming Into The Lungs“ (2010) kehrte sie nun ein weiteres Mal in die Pasinger Fabrik zurück, um das Münchner Publikum mit ihrem Tanztheater zu begeistern. Dafür konnte Aya neun Frauen über ein Casting gewinnen, die in ihrer langen Lebensgeschichte über ganz verschiedene Wege den Zugang zum Tanz fanden und mit sehr viel Gefühl und Hingabe in wenigen Wochen das Stück mit ihr einstudierten. Die Begleitmusik spielten Nami Kamata (Gesang) und Masako Ohta (Piano) ein und bildeten damit den perfekten Rahmen für den modernen Ausdruckstanz. Das Stück stellt eine Hommage an die Frau dar, deren Arbeit nie endet egal ob als Tochter, Schwester, Mutter oder Großmutter. Insofern spielten die Tänzerinnen im Prinzip ihre eigenen Rollen als Frau und transportieren durch den Butohtanz sehr authentisch ihre eigenen Erlebnisse und Lebensgeschichte. Herzergreifend zum Ausklang der Klassiker „Hallelujah“ von Jeff Buckley, der leider viel zu früh von uns gegangen ist. Das Premierenpublikum war begeistert von der Vorführung und alle weiteren Termine im Februar sind leider bereits ausverkauft. Wer das Stück trotzdem unbedingt noch sehen möchte, sollte einfach sein Glück probieren. Die Pasinger Fabrik ist nur wenige Meter vom Bahnhof Pasing entfernt und vielleicht wird bei der Vorstellung am heutigen Donnerstag und den beiden Vorstellungen am Freitag die ein oder andere Karte nicht abgeholt oder es fallen Gäste krankheitsbedingt aus. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass es im Jahresverlauf weitere Vorstellungen gibt und wir Aya Irizuki mit den neun Tänzerinnen nochmals in München sehen können – letztendlich as we already know: „A woman’s work is never done“.