Heute hat es den ganzen Tag geregnet und ich war mit Freunden in Tokio unterwegs. Leider hatten wir dabei zwei relativ schlechte Erfahrungen mit Taxifahrern, weshalb ich schon einige Sätze in meiner Kurzgeschichte, die ich letzte Jahr für das Buch „Mein Tokio“ geschrieben hatte, bereue.
Doch der Reihe nach: Bereits am Morgen hat es in Strömen geregnet und so war mein Vorschlag, als ich meine Freunde im Hotel abholte, dass wir uns den nahe gelegenen Konsumtempel Mitsukoshi in Nihonbashi anschauen. Nachdem das nicht weit weg ist und wir vier Personen waren, ist es die günstigste und schnellste Variante die Kurzstrecke mit dem Taxi zurückzulegen und da es ja eine überdachte Anfahrt gibt, brauchen wir uns wegen dem Regen keine Sorgen machen – dachte ich.
Leider fuhr uns der Taxifahrer aber nicht dorthin, sondern wollte uns einfach an einer Straßenecke in der Nähe des Kaufhauses absetzen, das rettende Kaufhaus in Sichtweite sind wir also zähneknirschend die letzten 50m ohne Schirm durch den Regen gerannt. Falls das ein einmaliger Vorfall gewesen wäre, hätten wir das sicherlich schnell vergessen, doch es sollte noch schlimmer kommen.
Für den Abend hatte ich Karten für die Jazz-Week im Bunkamura in Shibuya besorgt und da wir etwas spät dran waren, wählten wir auch hier wieder die Taxivariante.
Bunkamura ist ein sehr bekanntes Kulturzentrum in Shibuya und der Taxifahrer hatte unseren Zielort auch sofort verstanden. Durch Roppongi hatten wir etwas Stau und so war es bereits 18:45, als wir an der bekannten Shibuya-Kreuzung ankamen. Dort machte nun unser Taxifahrer (es war nicht der gleiche wie am Morgen) trotz Navi und eindeutiger Beschilderung auch wieder einen Fehler, dass er nicht die richtige Straße wählte, welche sogar „Bunkamura Dori“ heißt, sondern stattdessen den Dogen-Zaka-Hügel hochfuhr und uns auch dort wieder aussetzen wollte. Die ganze Diskussion uns direkt zur Bunkamura zu fahren half nichts, wegen der vielen Einbahnstraßen und da es inzwischen schon 10 Minunten vor Konzertbeginn war, stiegen wir zähneknirschend aus. Da wir nun die letzten 400m durch den strömenden Regen mussten, kamen wir trotz Schirm völlig durchnässt an der Konzerthalle an und hatten es gerade noch 2 Minuten vor Konzertbeginn geschafft.
Die Jazz-Performance (cure jazz reunion mit UAxNaruyoshi Kikuchi) in der ausverkauften Orchard Hall war ein eindrucksvolles Erlebnis.Aufgrund der Klimaanlage und meiner nassen Kleidung habe ich mir aber eine Erkältung eingefangen. Daher nochmal einen Dank an beide Taxifahrer für den tollen Service, in Zukunft werde ich wieder die U-Bahn nehmen!

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